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Home Assistant 2026.5: Das steckt im neuesten Update – RF, neue Dashboards, bessere Automationen und wichtige Änderungen

Mai 18, 2026
Home Assistant 2026.5: Das steckt im neuesten Update – RF, neue Dashboards, bessere Automationen und wichtige Änderungen

Home Assistant entwickelt sich 2026 spürbar in eine klare Richtung: weniger Bastel-Charakter, mehr Alltagstauglichkeit, bessere Bedienung und stärkere lokale Kontrolle. Mit Home Assistant 2026.5, veröffentlicht am 6. Mai 2026, liefert das Projekt wieder ein großes Monatsupdate. Die aktuell dokumentierte Patch-Version ist 2026.5.2 vom 15. Mai 2026, die vor allem Fehlerbehebungen nachliefert.

Der wichtigste Punkt dieses Releases ist die neue native Unterstützung für Radiofrequenz-Geräte, kurz RF. Nachdem Home Assistant bereits Infrarot stärker in die Plattform integriert hat, folgt nun der nächste große Schritt: Geräte wie Funksteckdosen, Garagentore, Funk-Lichterketten, Deckenventilatoren, Türklingeln oder motorisierte Rollläden können künftig deutlich sauberer in Home Assistant eingebunden werden. Home Assistant führt dafür eine neue RF-Plattform ein, über die kompatible Sender wie ESPHome-Geräte mit CC1101-Modul oder ein Broadlink RM4 Pro Funkbefehle senden können.

Das ist mehr als nur eine neue Integration. Viele ältere Geräte funktionieren zuverlässig, haben aber keine WLAN-, Zigbee-, Z-Wave- oder Matter-Anbindung. Bisher brauchte man dafür oft Bastellösungen oder Custom Integrations. Mit der neuen RF-Plattform entsteht nun eine offizielle Grundlage, auf der weitere Integrationen aufbauen können. Besonders spannend ist das für alle, die vorhandene Geräte weiterverwenden möchten, statt funktionierende Technik zu ersetzen.

Ein zweites großes Thema ist ESPHome Serial Proxy. Damit können serielle Geräte über das Netzwerk an Home Assistant angebunden werden. Bisher mussten Geräte mit serieller Schnittstelle oft direkt am Home-Assistant-Server hängen. Mit dem neuen Ansatz kann ein ESPHome-Gerät an der passenden Stelle im Haus platziert werden und den seriellen Anschluss über das Netzwerk bereitstellen. Praktisch ist das zum Beispiel für Energiezähler mit P1-Port, ältere AV-Receiver mit RS-232, Projektoren oder andere Geräte, die lokal und kabelgebunden kommunizieren. Home Assistant nutzt dafür eine modernisierte serielle Basis mit serialx, die den alten pyserial-Ansatz ersetzt.

Auch bei den Dashboards gibt es sichtbare Fortschritte. Besonders nützlich ist das neue Maintenance Dashboard. Es erkennt Batterie-Entitäten automatisch, gruppiert sie nach Bereichen und hebt schwache Batterien hervor. Wer viele Zigbee-, Bluetooth- oder andere batteriebetriebene Sensoren nutzt, kennt das Problem: Bewegungsmelder, Türkontakte oder Thermostate fallen oft erst auf, wenn sie schon nicht mehr zuverlässig arbeiten. Das neue Wartungsdashboard macht genau diese Schwachstellen schneller sichtbar.

Das Security Dashboard bekommt ebenfalls ein Upgrade. Eine neue Aktivitätsleiste zeigt Sicherheitsereignisse der letzten 24 Stunden, etwa Bewegungen, Türkontakte, Kameras, Schlösser, Alarmanlagen oder Personenereignisse. Damit wird das Sicherheitsdashboard stärker zu einer echten Kontrollzentrale, ohne dass man sich alles selbst mit Logbuch-Karten zusammenbauen muss.

Für selbst gebaute Dashboards bringt Home Assistant 2026.5 die neue Shortcut Card. Sie sieht ähnlich aus wie eine Tile Card, ist aber nicht an eine Entität gebunden. Stattdessen kann sie Aktionen auslösen, zu Dashboards, Geräten oder Bereichen springen, externe URLs öffnen oder Assist starten. Für saubere Dashboards ist das ein großer Gewinn, weil man damit Navigationspunkte, Schnellzugriffe und zentrale Aktionen deutlich eleganter darstellen kann.

Auch die Tile Card für Media Player wird stärker. Neu sind unter anderem direkte Auswahlmöglichkeiten für Quellen und Soundmodi. Außerdem lässt sich die Wiedergabesteuerung flexibler anpassen, sodass man bestimmen kann, welche Buttons angezeigt werden. Gerade bei Sonos, AV-Receivern, Apple TV, Music Assistant oder Heimkino-Setups ist das praktisch, weil man unnötige Bedienelemente entfernen und wirklich relevante Steuerungen hervorheben kann.

Ein weiteres Highlight betrifft die Automationen. Die sogenannten purpose-specific triggers and conditions werden erweitert. Besonders wichtig ist die neue Möglichkeit, Zeitdauern direkt in Auslösern und Bedingungen zu verwenden. Damit lassen sich Automationen wie „wenn die Haustür länger als zwei Minuten offen ist“, „wenn im Büro seit 15 Minuten keine Bewegung erkannt wurde“ oder „wenn das Fenster mindestens eine Stunde geschlossen ist“ einfacher erstellen, ohne direkt mit YAML oder Template-Hilfen arbeiten zu müssen.

Für Jan und alle, die Home Assistant intensiv mit Alexa, Sonos, TTS, Sicherheitsmeldungen oder aPager-Automationen nutzen, ist genau dieser Punkt stark: Automationen werden verständlicher, stabiler planbar und weniger fehleranfällig. Gerade Benachrichtigungen, Lautstärkeprüfungen, Tür-/Fensterwarnungen oder Anwesenheitslogik profitieren davon.

Bei den Integrationen liefert Home Assistant 2026.5 ebenfalls viel Neues. Insgesamt werden 12 neue Integrationen genannt. Dazu gehören unter anderem Denon RS-232, Duco, EARN-E P1 Meter, Eurotronic Comet Blue, Fumis, Honeywell String Lights, Kiosker und weitere. Besonders interessant sind lokale Integrationen wie Duco, EARN-E oder Eurotronic Comet Blue, weil sie den Trend zu lokaler Kontrolle ohne Cloud-Zwang weiter stärken.

Auch bestehende Integrationen wurden verbessert. Sonos erhält neue Schalter für TV Autoplay und Ungroup on Autoplay. Apple TV unterstützt nun Texteingaben über Home Assistant. Music Assistant bekommt zusätzliche Player-Optionen und Soundmode-Support. Roborock, WLED, Broadlink, Home Connect, SwitchBot und Tado wurden ebenfalls erweitert. Für Smart-Home-Nutzer mit vielen gemischten Geräten ist das wichtig, weil Home Assistant dadurch immer mehr zur zentralen Steuerzentrale wird.

Spannend ist auch der Blick auf die Qualität der Integrationen. Mehrere Integrationen erreichen neue Qualitätsstufen, darunter Elgato, freshR, Google Weather, Liebherr, Twente Milieu und UniFi Access auf Platinum-Level. FRITZ!Box Tools und Samsung Smart TV erreichen Gold. Das zeigt, dass Home Assistant nicht nur neue Funktionen nachschiebt, sondern auch an Stabilität, Wartbarkeit und Nutzerfreundlichkeit arbeitet.

Optisch wurde ebenfalls nachgebessert. Die More-Info-Dialoge für Staubsaugerroboter und Rasenmäher wurden modernisiert. Akkustand, Statusanimationen und Aktionsbuttons sind nun klarer dargestellt. Besonders wichtig ist die neue Funktion Clean by area, mit der Staubsaugerroboter gezielt Bereiche reinigen können, sofern die Integration das unterstützt.

Ein eher unscheinbarer, aber langfristig sehr wichtiger Punkt ist die neue Templating-Dokumentation. Home Assistant hat die Template-Dokumentation stark überarbeitet. Es gibt neue Lernseiten, Tutorials, eine bessere Funktionsreferenz und interaktive Codebeispiele. Für alle, die eigene Sensoren, komplexe Automationen oder intelligente Bedingungen bauen, ist das ein echter Gewinn.

Trotz aller Neuerungen sollte man vor dem Update genau hinschauen. Home Assistant 2026.5 bringt auch Backward-incompatible changes. Betroffen sind unter anderem purpose-specific Trigger und Conditions für Person- und Device-Tracker-Entitäten. Außerdem ändert Gardena Bluetooth den Wert „finish watering“ von einem Binary Sensor zu einem normalen Sensor. Die pilight-Integration wurde deaktiviert. Bei Ring wird der alte Event-Typ ding durch ring ersetzt. Supervisor-Aktionen stoppen Automationen künftig bei Fehlern, sofern nicht continue_on_error: true gesetzt ist. Webhooks müssen bei local_only echte Boolean-Werte wie true oder false verwenden.

Mein Fazit: Home Assistant 2026.5 ist eines der spannendsten Updates des Jahres, weil es gleich mehrere Ebenen verbessert. RF öffnet die Tür für viele ältere Funkgeräte. ESPHome Serial Proxy macht lokale Hardware flexibler. Das Maintenance Dashboard hilft im Alltag sofort. Die Shortcut Card verbessert Dashboards. Die neuen Automationsfunktionen machen typische Wenn-dann-Logiken einfacher. Gleichzeitig zeigt das Update, dass Home Assistant weiter in Richtung professioneller, stabiler und einsteigerfreundlicher Smart-Home-Zentrale wächst.

Wer ein produktives System nutzt, sollte trotzdem nicht blind aktualisieren. Vor dem Update empfiehlt sich ein vollständiges Backup, ein Blick in die eigenen Automationen mit Person-, Device-Tracker-, Ring-, Gardena-, Webhook- oder Supervisor-Bezug und ein kurzer Check der wichtigsten Custom Integrations und HACS-Karten. Wer bereits Home Assistant 2026.5 nutzt, sollte mindestens auf 2026.5.2 gehen, da dort zahlreiche Fehlerkorrekturen enthalten sind.

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Über den Autor

Jan

Ich bin 40 Jahre alt, gelernter Elektriker und seit Jahren begeisterter Home Assistant Nutzer.

Auf MeinHausSmart teile ich meine Erfahrungen und biete dir praxisnahe Tipps und Lösungen, um dein Zuhause smarter und effizienter zu gestalten.

Mit meiner Leidenschaft für Technik helfe ich dir, individuelle Automatisierungen umzusetzen – egal, ob du Anfänger oder schon erfahrener Nutzer bist.

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Home Assistant ist eine kostenlose, quelloffene Software zur Hausautomation, die es ermöglicht, verschiedene IoT-Geräte zentral zu steuern. Sie legt besonderen Wert auf lokale Kontrolle und Datenschutz. Mit über 2200 Integrationen lässt sich eine Vielzahl an Geräten und Systemen verbinden, von Beleuchtung über Klimaanlagen bis hin zu Sicherheitslösungen. Home Assistant ermöglicht es, Automatisierungen zu erstellen, die das Zuhause smarter und effizienter machen.

https://www.home-assistant.io

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